Titel zur freien Vefügung

Das ist ein Kohl, aber der tut nichts zur Sache.
Was ein richtiger Mann ist, der hilft seiner Frau nicht im Haushalt, so schaut´s aus.
Und genau dazu bekenne ich mich, ich helfe nicht!
Eine Studie belegt, schon etwa 60% der Männer helfen ihren Frauen im Haushalt, ha, Weicheier, Warmduscher, Frauenversteher! Wo führt das noch hin mit all der Helferei?
Männer bekennt euch zu eurem wahren Ich!
Weil warum sag ich das, und riskiere schon wieder, dass Paradeiser auf mich geworfen werden?
Na weil ich gestern beim Bügeln das mit den 60% und Helfen gehört habe, und das ist einfach ein Blödsinn. Helfen heißt in dem Fall ja, das ist ihre Sache und ich gehe ihr gelegentlich zur Hand, Schwachsinn.
Wenn Wir sind, dann ist es Unseres, dann ist es Eines, Punkt.
Na ja, so Sachen mit Rüscherln, die irgendein DesignerIn entworfen hat, der/die vom Bügeln keine Ahnung hat, oder so die pseudoaufgesetzten Taschen an Seidenimitatbluserln, die können einem den Mut zur Überzeugung schon schwer machen, aber da musst du einfach durch (Tipp: Nicht das Bügeleisen draufdrücken, nur so halb und mit viel Dampf!).
Was tut derweil das Leben? Es zwirbelt so dahin.
Menschen nicht getroffen, weil just grad in dem Moment nicht da wo ich sein hätte sollen (tut mir echt leid), Menschen getroffen weil verordnungsgemäß da.
Letzteres wäre etwa der Vierziger von der Sonja Unger, die ihr vermutlich nicht kennt, weil sonst wäre da schon ein Aufschrei „Ah, die Sonja!“. Wer ist das also?
Sonja ist Sonja, nebstbei auch noch Werken und textiles Gestalten an der Schule, meiner Schule, irgendwie so was wie Quecksilber, zum Knutschen.
Viel laute Musik (na ja, bin ich nicht mehr die Zielgruppe) und sich gegenseitig ins Ohr brüllen.
Bemerkenswert, weil ich kenn ja einige der dort verweilenden Lehrerschaft ja auch so, ein paar halt nur so vom Sehen, war ein Gespräch, nach der Erörterung der Profession der Töchter.
„Was machst du, bist du auch Biologe?“, „Nein, ich hab eine Radierwerkstatt, bin Maler, Nationalparkranger und nebenbei noch an deiner Schule Schulwart.“, „Ah, ich hab mir schon gedacht, dass ich dich von irgendwoher kenne.“, also eher gebrüllt als gesprochen, weil House, - Musik, nicht der Doc, akustisch Überhand hatte.
Warum soll das bemerkenswert sein, fragt sich der/die LeserIn, und tut dies zurecht.
No sag ich, wie nehmen wir unsere Umwelt wahr?
Jetzt hatte ich ja schon die Ehre auf diversen Podien zu stehen, Leuten von Dali bis Brus, Nitsch, Hamilton und Hrdlicka die Hand zu schütteln um mit ihnen zu tun, hab ein wenig Eigenes, wohlwollend beklatscht, präsentiert, quasi Halbsemipromi.
Andrerseits schraube ich heute Lampen ein, repariere Schränke und manage den praktischen Hausbetrieb zweier Schulen (also nebenher, weil so dulihö ist das eh nicht).
Wie wirst du gesehen, wer wird gesehen, wirst du gesehen?
Alles ist relativ.
Im Blickpunkt steht der nicht, der da grad mit dem Akuschrauber in den dritten Stock eilt um die herunterhängenden Laden wieder ins Lot zu bringen oder deinen defekten Computerstecker. Im Blickpunkt steht jemand der grad hineingewürfelt wird in den Brennpunkt des Interesses, heute, jetzt. Andere Gesichter, Namen werden im Archiv „Diverses“ abgelegt. Wichtig – Unwichtig.
Schad eigentlich, weil Leben besteht hauptsächlich aus „Nebensächlichkeiten“.
Ehe da jetzt jemand meint, der Jossele trauert der Bedeutung nach, das tut er nicht, weil sowohl die Radierungen von Linde Waber (ist grad das Aktuelle), wie die defekten Brenner in der Heizung der Schule, wie auch die ausstehenden Bilder vom Altarm der Donau mit Biberbau sind zu realisieren, genauso wie dieses Bild von einer Wendeltreppe, das ich unbedingt noch realisieren muss, und das macht alles ein Mensch, und genau deshalb.
Kennt ihr euer Nebenher?
Na ja, genug, ich verlier´ mich jetzt in Phantasie, was ja auch sein muß!

Golddelicius!
Jossele - 2. Nov, 17:56
























