Vom Rausch
Für einige Tage im Zustand des Rausches, quasi weggetreten, sinnlich entfleucht.
Wie kam das?

Na ja, du brauchst eigentlich nur am Vorabend in Wien Mitte einchecken, also beim Cat, was der flinke Zubringer zum Flughafen ist, allerdings macht das nur Sinn, wenn du vorher einen Flug nach Bukarest gebucht hast, und der macht auch nur Sinn, wenn du noch vorherer diese Donaudeltaexpedition mit KollegInnen und Freunden gebucht hast, weil ohne Buchen ist da nichts, obschon, Rumänien ist ja schon ziemlich levantinisch-orientalisch und da ist das nicht so genau mit dem Ausmachen weil irgendwie geht das schon…
Also checkst du ein, dinierst noch mit drei ganz lieben Damen, weil die da ja nachher auch mitexpedieren, und sitzt am Morgen danach in einem Flieger voller RangerInnen auf dem Weg ins Delta.

Und jetzt verlieren wir kein Wort mehr über den Transfer und hupfen direkt ans Wasser, weil da wartet schon ein Hausboot auf zwölf illustre Gäste.
Also Hausboot sag ich, eigentlich war´s ja ein schwimmendes Hotel im Miniaturformat, mit Klo und Dusche in der Kabine, so auf gefühlte drei Quadratmeter zusammengestaucht, für zwei Personen, was dann aber ziemlich nebensächlich war, weil an sich ist man da ja wegen dem Rundherum.

Donau ist ja irgendwie das Unsere, also geziemt es sich gelegentlich über den Tellerrand der rund vierzig Kilometer zwischen Wien und Bratislava zu schauen, dorthin wo „wir“ ziemlich breit ausladend ins Schwarze Meer münden und, dem Vernehmen nach, das Paradies liegt.

Also tuckern zwölf Illustre von Dulcea aus gen Osten erst einmal nach Maliuc und tauchen in eine vertraut und doch fremde Welt ein.

Ist ja am ersten Tag nur so ein Restzeiterl fürs Inspizieren der Ländereien, aber genug um den orgasmischen Rausch, der da noch folgen könnte, zu erahnen.
Ich mein, wenn du es mit Vögeln hast, dann weißt du (also jetzt die gefiederte Fauna mein ich).
Feldstecher, Fotoapparat, und feucht im Schritt.
Danach „kleines“ Nachtmahl am Boot (Wißt´s ihr was Völlern ist, ich weiß es jetzt auch), so frischgefangener Fisch vom Grill, dazu dieser verdammt leicht zu trinkende Wein.
Aber wir waren ja Bildungsreisende, weswegen das mit der Küche und den Gelagen eigentlich nur notwendiges Übel sein konnte.

Nächster Tag dann so richtig, weil so ein Hausboot ist ja nur mobiler Stützpunkt mit dem du hierhin und dorthin kreuzt, aber für Expedition brauchst du schon was Schlüpfligeres, namentlich kleine motorisierte Booterln, anders bleibst du ja immer nur am Rand.
Bitte, gruppendynamisch sehr interessant so eine Bootseinteilung, aber das ist eine andere Geschichte.

Also rein in die Nussschalen und hinein in die tausend Wasserwege im „Mangrovenwald“.
Geführt von Ortsansässigen kommst du natürlich an Orte, da hast du ja sonst keine Chance.
(Eine Idee des Veranstalters ist es auch, unter anderem, ehemalige „Wilderer“ als Guides herzunehmen, und die wissen genau wo was ist.)
Ab da war dann nur noch Rausch, also optisch, da kommst du mit dem Schauen gar nicht nach, geschweige denn mit bildnerischer Dokumentation, es sei denn du bist der Franz, der ist Profi.

Alle zehn Meter ein Kleinod, wundersam und einzig, mit Erfassen wollen bist du immer im Hintertreffen, also lässt du es einfach einströmen.
Danach wieder das Kulinarische und Nachbesprechung bis, na ja, manchmal wird es halt spät mit den üblichen Verdächtigen, um am nächsten Morgen das Vorherige zu übertreffen.

Natürlich waren wir auch zu Fuß unterwegs, weil das Wasser allein ist nicht das Delta, da gehört ja auch Land dazu, und davon gibt’s dann auch noch Einiges, von der Steppe bis zum Eichenwald, nebeneinander.
Zivilisation bis in den „hintersten“ Winkel (was hinten ist hängt ja bloß vom Betrachtungswinkel ab, und der ist variabel), jahrhundertrelativierend.

Gesehen von ein paar Freaks aus dem satten Westen fast skuril.

Was ein, zumindest mich, bedenklich stimmendes Detail so ganz am Rande war, der Betrachter hinterlässt, auch wenn er dies zu vermeiden trachtet, Spuren.

Eine Fahrt, gemischte Brutkolonie, sehr sachte angefahren, ein kleinwenig zu wenig sachte halt. Die Brutvögel fliegen kurz auf und schon sind da die Krähen und holen sich die Eier aus den Nestern der Löffler, weil die Krähen kommen mit den Booten, lernfähig wie sie sind.
So wie das beim Betrachten kleinster Teilchen ist, quasi Licht und seine Auswirkung auf ein winziges Subjekt, wir sind nie“ unschuldig“.
Ein kleiner Bub in einem Ort irgendwo hat, weil da plötzlich zwölf Touristen durch sein Dorf gestreunt sind, Blumen zu einem Strauß gepflückt, uns anbietend gegen Entgelt, allerdings vergeblich, weil da haben wir sowas von kein Bargeld mitgehabt…
Touristen, weil eigentlich waren wir das auch, hinterlassen.

Die Neugier aber, die Neugier bislang Ungesehenes zu sehen, die treibt dich, willst du doch so ein bisserl teilhaben an einem Ganzen, und sei es nur als Besucher.

Und ich mein, da ist eine Fülle auf dieser Welt, da legst du nur so die Ohren an (halt jeder nach seinem Plaissier).

Was da sonst noch war, also wenn du einer von Zwölf bist, ist halt Gruppe, und das kennt´s ihr sicher, ist Miteinander, was ebenso spannend ist wie „Die hard VII“, so im Oberton.
Natürlich sind wir Team, aber bei zwölf bitte, und wenn´s da um das erste Eieromlett beim Frühstück geht, frage nicht (sie hat´s eh bekommen, und nachher sind genug übriggeblieben um noch ein paar zu versorgen). Töchterl von irgendwem, Bauernbub, Schwererziehbarer (ich), Egomane, Egomane 2, Menschin, Menschin 2-4, Schattenparker und Tschickwuzler, alles eins, weil letztendlich ist es für eine Weile ein Miteinander.

Es war, und es war schön.
Sofort tät ich es wieder.

deswegen

und deswegen

die letzte Moods, und genau auch das mit diesen Menschen, weil Miteinander, so ein bisserl, das hat was.

Ps.: Vermutlich kommen da nachher noch ein paar Bilder dazu.
Wie kam das?

Na ja, du brauchst eigentlich nur am Vorabend in Wien Mitte einchecken, also beim Cat, was der flinke Zubringer zum Flughafen ist, allerdings macht das nur Sinn, wenn du vorher einen Flug nach Bukarest gebucht hast, und der macht auch nur Sinn, wenn du noch vorherer diese Donaudeltaexpedition mit KollegInnen und Freunden gebucht hast, weil ohne Buchen ist da nichts, obschon, Rumänien ist ja schon ziemlich levantinisch-orientalisch und da ist das nicht so genau mit dem Ausmachen weil irgendwie geht das schon…
Also checkst du ein, dinierst noch mit drei ganz lieben Damen, weil die da ja nachher auch mitexpedieren, und sitzt am Morgen danach in einem Flieger voller RangerInnen auf dem Weg ins Delta.

Und jetzt verlieren wir kein Wort mehr über den Transfer und hupfen direkt ans Wasser, weil da wartet schon ein Hausboot auf zwölf illustre Gäste.
Also Hausboot sag ich, eigentlich war´s ja ein schwimmendes Hotel im Miniaturformat, mit Klo und Dusche in der Kabine, so auf gefühlte drei Quadratmeter zusammengestaucht, für zwei Personen, was dann aber ziemlich nebensächlich war, weil an sich ist man da ja wegen dem Rundherum.

Donau ist ja irgendwie das Unsere, also geziemt es sich gelegentlich über den Tellerrand der rund vierzig Kilometer zwischen Wien und Bratislava zu schauen, dorthin wo „wir“ ziemlich breit ausladend ins Schwarze Meer münden und, dem Vernehmen nach, das Paradies liegt.

Also tuckern zwölf Illustre von Dulcea aus gen Osten erst einmal nach Maliuc und tauchen in eine vertraut und doch fremde Welt ein.

Ist ja am ersten Tag nur so ein Restzeiterl fürs Inspizieren der Ländereien, aber genug um den orgasmischen Rausch, der da noch folgen könnte, zu erahnen.
Ich mein, wenn du es mit Vögeln hast, dann weißt du (also jetzt die gefiederte Fauna mein ich).
Feldstecher, Fotoapparat, und feucht im Schritt.
Danach „kleines“ Nachtmahl am Boot (Wißt´s ihr was Völlern ist, ich weiß es jetzt auch), so frischgefangener Fisch vom Grill, dazu dieser verdammt leicht zu trinkende Wein.
Aber wir waren ja Bildungsreisende, weswegen das mit der Küche und den Gelagen eigentlich nur notwendiges Übel sein konnte.

Nächster Tag dann so richtig, weil so ein Hausboot ist ja nur mobiler Stützpunkt mit dem du hierhin und dorthin kreuzt, aber für Expedition brauchst du schon was Schlüpfligeres, namentlich kleine motorisierte Booterln, anders bleibst du ja immer nur am Rand.
Bitte, gruppendynamisch sehr interessant so eine Bootseinteilung, aber das ist eine andere Geschichte.

Also rein in die Nussschalen und hinein in die tausend Wasserwege im „Mangrovenwald“.
Geführt von Ortsansässigen kommst du natürlich an Orte, da hast du ja sonst keine Chance.
(Eine Idee des Veranstalters ist es auch, unter anderem, ehemalige „Wilderer“ als Guides herzunehmen, und die wissen genau wo was ist.)
Ab da war dann nur noch Rausch, also optisch, da kommst du mit dem Schauen gar nicht nach, geschweige denn mit bildnerischer Dokumentation, es sei denn du bist der Franz, der ist Profi.

Alle zehn Meter ein Kleinod, wundersam und einzig, mit Erfassen wollen bist du immer im Hintertreffen, also lässt du es einfach einströmen.
Danach wieder das Kulinarische und Nachbesprechung bis, na ja, manchmal wird es halt spät mit den üblichen Verdächtigen, um am nächsten Morgen das Vorherige zu übertreffen.

Natürlich waren wir auch zu Fuß unterwegs, weil das Wasser allein ist nicht das Delta, da gehört ja auch Land dazu, und davon gibt’s dann auch noch Einiges, von der Steppe bis zum Eichenwald, nebeneinander.
Zivilisation bis in den „hintersten“ Winkel (was hinten ist hängt ja bloß vom Betrachtungswinkel ab, und der ist variabel), jahrhundertrelativierend.

Gesehen von ein paar Freaks aus dem satten Westen fast skuril.

Was ein, zumindest mich, bedenklich stimmendes Detail so ganz am Rande war, der Betrachter hinterlässt, auch wenn er dies zu vermeiden trachtet, Spuren.

Eine Fahrt, gemischte Brutkolonie, sehr sachte angefahren, ein kleinwenig zu wenig sachte halt. Die Brutvögel fliegen kurz auf und schon sind da die Krähen und holen sich die Eier aus den Nestern der Löffler, weil die Krähen kommen mit den Booten, lernfähig wie sie sind.
So wie das beim Betrachten kleinster Teilchen ist, quasi Licht und seine Auswirkung auf ein winziges Subjekt, wir sind nie“ unschuldig“.
Ein kleiner Bub in einem Ort irgendwo hat, weil da plötzlich zwölf Touristen durch sein Dorf gestreunt sind, Blumen zu einem Strauß gepflückt, uns anbietend gegen Entgelt, allerdings vergeblich, weil da haben wir sowas von kein Bargeld mitgehabt…
Touristen, weil eigentlich waren wir das auch, hinterlassen.

Die Neugier aber, die Neugier bislang Ungesehenes zu sehen, die treibt dich, willst du doch so ein bisserl teilhaben an einem Ganzen, und sei es nur als Besucher.

Und ich mein, da ist eine Fülle auf dieser Welt, da legst du nur so die Ohren an (halt jeder nach seinem Plaissier).

Was da sonst noch war, also wenn du einer von Zwölf bist, ist halt Gruppe, und das kennt´s ihr sicher, ist Miteinander, was ebenso spannend ist wie „Die hard VII“, so im Oberton.
Natürlich sind wir Team, aber bei zwölf bitte, und wenn´s da um das erste Eieromlett beim Frühstück geht, frage nicht (sie hat´s eh bekommen, und nachher sind genug übriggeblieben um noch ein paar zu versorgen). Töchterl von irgendwem, Bauernbub, Schwererziehbarer (ich), Egomane, Egomane 2, Menschin, Menschin 2-4, Schattenparker und Tschickwuzler, alles eins, weil letztendlich ist es für eine Weile ein Miteinander.

Es war, und es war schön.
Sofort tät ich es wieder.

deswegen

und deswegen

die letzte Moods, und genau auch das mit diesen Menschen, weil Miteinander, so ein bisserl, das hat was.

Ps.: Vermutlich kommen da nachher noch ein paar Bilder dazu.
Jossele - 5. Mai, 22:05







































































