Samstag, 5. Mai 2012

Vom Rausch

Für einige Tage im Zustand des Rausches, quasi weggetreten, sinnlich entfleucht.
Wie kam das?

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Na ja, du brauchst eigentlich nur am Vorabend in Wien Mitte einchecken, also beim Cat, was der flinke Zubringer zum Flughafen ist, allerdings macht das nur Sinn, wenn du vorher einen Flug nach Bukarest gebucht hast, und der macht auch nur Sinn, wenn du noch vorherer diese Donaudeltaexpedition mit KollegInnen und Freunden gebucht hast, weil ohne Buchen ist da nichts, obschon, Rumänien ist ja schon ziemlich levantinisch-orientalisch und da ist das nicht so genau mit dem Ausmachen weil irgendwie geht das schon…

Also checkst du ein, dinierst noch mit drei ganz lieben Damen, weil die da ja nachher auch mitexpedieren, und sitzt am Morgen danach in einem Flieger voller RangerInnen auf dem Weg ins Delta.

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Und jetzt verlieren wir kein Wort mehr über den Transfer und hupfen direkt ans Wasser, weil da wartet schon ein Hausboot auf zwölf illustre Gäste.
Also Hausboot sag ich, eigentlich war´s ja ein schwimmendes Hotel im Miniaturformat, mit Klo und Dusche in der Kabine, so auf gefühlte drei Quadratmeter zusammengestaucht, für zwei Personen, was dann aber ziemlich nebensächlich war, weil an sich ist man da ja wegen dem Rundherum.

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Donau ist ja irgendwie das Unsere, also geziemt es sich gelegentlich über den Tellerrand der rund vierzig Kilometer zwischen Wien und Bratislava zu schauen, dorthin wo „wir“ ziemlich breit ausladend ins Schwarze Meer münden und, dem Vernehmen nach, das Paradies liegt.

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Also tuckern zwölf Illustre von Dulcea aus gen Osten erst einmal nach Maliuc und tauchen in eine vertraut und doch fremde Welt ein.

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Ist ja am ersten Tag nur so ein Restzeiterl fürs Inspizieren der Ländereien, aber genug um den orgasmischen Rausch, der da noch folgen könnte, zu erahnen.
Ich mein, wenn du es mit Vögeln hast, dann weißt du (also jetzt die gefiederte Fauna mein ich).
Feldstecher, Fotoapparat, und feucht im Schritt.

Danach „kleines“ Nachtmahl am Boot (Wißt´s ihr was Völlern ist, ich weiß es jetzt auch), so frischgefangener Fisch vom Grill, dazu dieser verdammt leicht zu trinkende Wein.
Aber wir waren ja Bildungsreisende, weswegen das mit der Küche und den Gelagen eigentlich nur notwendiges Übel sein konnte.

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Nächster Tag dann so richtig, weil so ein Hausboot ist ja nur mobiler Stützpunkt mit dem du hierhin und dorthin kreuzt, aber für Expedition brauchst du schon was Schlüpfligeres, namentlich kleine motorisierte Booterln, anders bleibst du ja immer nur am Rand.
Bitte, gruppendynamisch sehr interessant so eine Bootseinteilung, aber das ist eine andere Geschichte.

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Also rein in die Nussschalen und hinein in die tausend Wasserwege im „Mangrovenwald“.
Geführt von Ortsansässigen kommst du natürlich an Orte, da hast du ja sonst keine Chance.
(Eine Idee des Veranstalters ist es auch, unter anderem, ehemalige „Wilderer“ als Guides herzunehmen, und die wissen genau wo was ist.)
Ab da war dann nur noch Rausch, also optisch, da kommst du mit dem Schauen gar nicht nach, geschweige denn mit bildnerischer Dokumentation, es sei denn du bist der Franz, der ist Profi.

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Alle zehn Meter ein Kleinod, wundersam und einzig, mit Erfassen wollen bist du immer im Hintertreffen, also lässt du es einfach einströmen.

Danach wieder das Kulinarische und Nachbesprechung bis, na ja, manchmal wird es halt spät mit den üblichen Verdächtigen, um am nächsten Morgen das Vorherige zu übertreffen.

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Natürlich waren wir auch zu Fuß unterwegs, weil das Wasser allein ist nicht das Delta, da gehört ja auch Land dazu, und davon gibt’s dann auch noch Einiges, von der Steppe bis zum Eichenwald, nebeneinander.

Zivilisation bis in den „hintersten“ Winkel (was hinten ist hängt ja bloß vom Betrachtungswinkel ab, und der ist variabel), jahrhundertrelativierend.

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Gesehen von ein paar Freaks aus dem satten Westen fast skuril.

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Was ein, zumindest mich, bedenklich stimmendes Detail so ganz am Rande war, der Betrachter hinterlässt, auch wenn er dies zu vermeiden trachtet, Spuren.

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Eine Fahrt, gemischte Brutkolonie, sehr sachte angefahren, ein kleinwenig zu wenig sachte halt. Die Brutvögel fliegen kurz auf und schon sind da die Krähen und holen sich die Eier aus den Nestern der Löffler, weil die Krähen kommen mit den Booten, lernfähig wie sie sind.
So wie das beim Betrachten kleinster Teilchen ist, quasi Licht und seine Auswirkung auf ein winziges Subjekt, wir sind nie“ unschuldig“.
Ein kleiner Bub in einem Ort irgendwo hat, weil da plötzlich zwölf Touristen durch sein Dorf gestreunt sind, Blumen zu einem Strauß gepflückt, uns anbietend gegen Entgelt, allerdings vergeblich, weil da haben wir sowas von kein Bargeld mitgehabt…
Touristen, weil eigentlich waren wir das auch, hinterlassen.

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Die Neugier aber, die Neugier bislang Ungesehenes zu sehen, die treibt dich, willst du doch so ein bisserl teilhaben an einem Ganzen, und sei es nur als Besucher.

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Und ich mein, da ist eine Fülle auf dieser Welt, da legst du nur so die Ohren an (halt jeder nach seinem Plaissier).

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Was da sonst noch war, also wenn du einer von Zwölf bist, ist halt Gruppe, und das kennt´s ihr sicher, ist Miteinander, was ebenso spannend ist wie „Die hard VII“, so im Oberton.
Natürlich sind wir Team, aber bei zwölf bitte, und wenn´s da um das erste Eieromlett beim Frühstück geht, frage nicht (sie hat´s eh bekommen, und nachher sind genug übriggeblieben um noch ein paar zu versorgen). Töchterl von irgendwem, Bauernbub, Schwererziehbarer (ich), Egomane, Egomane 2, Menschin, Menschin 2-4, Schattenparker und Tschickwuzler, alles eins, weil letztendlich ist es für eine Weile ein Miteinander.

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Es war, und es war schön.

Sofort tät ich es wieder.

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deswegen

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und deswegen

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die letzte Moods, und genau auch das mit diesen Menschen, weil Miteinander, so ein bisserl, das hat was.

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Ps.: Vermutlich kommen da nachher noch ein paar Bilder dazu.

Montag, 23. April 2012

Alles miteinander

Bekannte Arten an Tieren gibt es etwa 2 Millionen, schätzungsweise dürften es aber insgesamt 10 Millionen sein, und wir sind eine davon. Nehmen wir nochmal etwa 2 Millionen Pflanzenarten dazu, weil auch da tappen wir noch ziemlich im Dunkeln, ergibt das eine ganz beachtliche Menge Leben woran wir teilhaben.

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Jetzt natürlich sehen wir das ein bisserl anders, quasi Mensch plus Millionen Anderer, was eigentlich schad ist.

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Ich mein, tät uns kein Stein aus der Krone bröckeln wenn wir unsere Verwandtschaft akzeptieren würden. Das Treffen mit Freunden bliebe genauso wichtig, Kultur, der Erwerb von Irgendwas, ein nettes Abendessen, Arbeit, Freizeit, Unterhaltung und Bildung, etc.
Zur Verquickung letzterer Drei hat sich mein Nationalpark unter anderem ein Familienfest erdacht, was da im Frühling vonstatten geht (im Herbst gibt´s dann auch noch eins), wo ich ja auch redlich mit agiere, wie gestern erst mit den Flussregenpfeifereiern.
Dieser Vogel, bzw. die Vogelin, legt ja seine/ihre Eier nicht in ein schickes Nesterl in Baumwipfel, wie es gar viele Vögel tun. Nein, partout nistet jener auf Schotterbänken, wozu er seine Eier freilich gut tarnen muss, sonst haben die keine Chance, giert doch somanch Getier nach solchen Leckerbissen.

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Mit der Tarnung tut sich der Flussregenpfeifer leicht, der, bzw. die, legt das schon getarnt, was natürlich, wenn du das auf einer Station des Familienfestes nachmachen willst, so nicht geht, weswegen wir da auch erst einmal überhaupt, legen wir doch seit ein paar Millionen Jahren keine Eier mehr, außerdem wären die gegebenenfalls ziemlich viel größer, Eier aus Knetmasse herstellen mussten.

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Na hab einmal Kinderhände und forme damit ein Ei, so leicht ist das gar nicht nicht.
Und dann hast du erst ein ungetarntes Ei, was ziemlich auffallen tät auf so einer Schotterbank, also musst du es auch noch bemalen, steinartig.
Hut ab vor dem Ehrgeiz mancher Kinder, die sich da Adalbet-Stiftermäßig ans Aquarellieren gemacht haben. No na haben ein paar jüngere Semester Ostereier fabriziert, weil Eierbemalen hat halt da auch seinen Raum.

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An sich ging´s ja um die Zusammenhänge, also wie ist es gekommen, dass ein Jegliches seinen Raum und seine Nische optimieren konnte um ein großes Ganzes, ein Miteinander zu ermöglichen, abhängig voneinander, weil gäb´s keine Schotterbänke mehr, hätt der Flussregenpfeifer sehr schlechte Karten (Wir übrigens auch, aber das ist eine andere Geschichte).

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Jetzt natürlich, wenn du die Eierstation betreust, das gibt Anlass zu Missverständnis.
Ich hab die Claudia, was der Cerberus am Empfang im Nationalparkzentrum ist, ganz harmlos gefragt, ob ich ihr meine Eier zeigen darf… Na frage nicht, dem gefürchteten rechten Schwinger bin ich grad noch ausgewichen, dabei wär´s ja nur für einen guten Zweck gewesen.
Niemand von meinen KollegInnen wollte meine eigenen handbemalten wunderschön geformten Eier sehen, und irgendwie werde ich seit kurzem mit seltsam vorwurfsvoll stirnrunzelnden Blicken bedacht.
Ja will denn niemand meine Eier sehen?

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Was der April ist, der ist halt so, und da hast du es mit raschem Wechsel zu tun mitunter. Was da erst noch ein laues Tagerl ist, schwups zieht es zu und befeuchtet dich von oben herab. Und gut so, weil zwischen Winter und Sommer sollte doch noch was sein.

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Wenn´s dann so nässt von oben her, und alle ins Trockene flüchten, du aber, als einer der Wenigen ein Zelt hast mit dem Eierdingsbums, dann ist das eine Aufgabe, weil da ist Weitermachen angesagt.
Ein Schnupfen ist halt Berufsrisiko,aber man opfert sich doch gern.

Na im Ernst, wisst`s ihr, echt, nachher mit einer Moods und einem Glaserl Rotwein im Regen mit sowas von KollegenfreundInnen noch das Gemeinsame herausherzen, bitte, da verzicht ich dafür doch gern auf den Lottosechser (sag ich jetzt groß). (Bild folgt vielleicht, weil da hat nur der Franz fotografiert)
Heimat haben ist gut.

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Heimat, leidgeprüftes Wort, Heimat hätten wir, sofern wir es zulassen. Wir gehören dazu.
Nehmen wir es wahr, sei es der vage Kontakt in digitaler Form, wie eben dieser, sei es ein flüchtiges Berühren jedweiler Art, ein Begegnen. Miteinander ist überall möglich.
Allein was wir sehen, das ist nicht da draußen, das sind wir mit, weil wir es sind die es aufnehmen (Hören bitte, Hören ist auch nichts Anderes als Sehen mit den Ohren, und da potenzieren wir uns noch.)

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Auch das ist Sein, weil Werden ist immer, auch im Vergehen.

Wir sollten wieder lernen den Blick auf etwas ruhen zu lassen, anders können wir es nicht begreifen, zuhören.

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Eine Mauerbiene im Nestbau

Manchmal ist es nur ein Augenblick, nebenher, und es kann viel sein.

Genug jetzt des erhobenen Zeigefingers und des Gurus, man hat ja doch auch Radierwerkstatt, und da müssen wir noch ordentlich was tun, andiamo.

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Besagte ist vorn in der Mitte

Erwähnen möchte ich nur noch die Sahra Kautz, die was eine Schülerin an „meiner“ Schule ist, und sowas gibt Hoffnung. Einfach aufgeräumt haben die, eure/unsere Plastikflaschen, weil das mit dem Müll hört ja nicht auf wenn wir es wegschmeißen.


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Ps.: Der Ölkäfer wär wieder da, also wir Eingeweihten verwenden ihn ja gern als "Spanische Fliege", was ein bisserl eine Stütze gibt, allerdings zuviel davon - mortal.
Wenn´s ihr selber Ölkäfer seid´s, alle Achtung! Eine solch komplizierte Fortpflanzung, also Eier legen, Schlüpflinge an Erdbienen festklammern lassen, damit die dich in den Erdbienenbau transportieren, wo du dich dann im Nesterl erwachsenfressen kannst, Chance nahe Null, da gehört schon eine Menge Evolutionsmut dazu. Chapeau Ölkäfer!
Ähm, hab ich eh schon erwähnt, wenn´s ihr jemand wegräumen wollt´s, und die Herbstzeitlose ist nicht mehr da, Ölkäfer!

Montag, 16. April 2012

Von Wellen

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Eins, zwei, drei, im Sauseschritt, eilt die Zeit, wir eilen mit…

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Ich mein, der Frühling macht ja viel her mit Aufbruch, Knospen und Hormonausschüttung, da kann es schon vorkommen, dass an einer Schule (Standort ist dem Verfasser bekannt) ein bisserl was an Merkwürdigkeiten vorfällt, was an sich auch schon nicht mehr verwunderlich ist, ist Schule doch gelegentlich ein Hort mit Sonderstatus.

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Die Josefstadt hat ja ihre Reize, aber muss man deswegen am letzten freien Tag in den Osterferien mittags dorthin fahren um nach der Post zu sehen, obwohl bekannt war, dass die ganze Osterwoche keine Post dort zugestellt wurde, so dass eigentlich ein ganzer Tag verschissen ist, aber sicher ist sicher.
Dabei noch Glück gehabt, andere mussten den Urlaub unterbrechen weil Energie abzulesen war und die Anwesenden dafür nicht zuständig sind (also eine Tür aufsperren, und nach einer Stunde wieder zusperren). Wieder Andere mussten ganz auf Urlaub verzichten weil der Lehrling keinen mehr hatte und beaufsichtigt gehört, was die dafür zuständige Lehrlingsausbildnerin nicht wahrnehmen wollte, hatte sie doch, an der Schule, wichtigeres zu tun.
Der Dienst am Staat ist sehr interessant.

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Die Nebelkrähe am Baum vor der 5B wundert das nicht, also warum sollte ich das tun?
Aber es herrscht dienstliche Verschwiegenheitspflicht, zum Glück, weil anderenfalls täterten hier schon ein paar kafkaeske Geschichterln stehen, die ich mir noch verkneife, weil zumindest ein kleines Weilchen möchte man dort noch diensten, und nachher kommt ein hübsches kleines Buch heraus.


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Aber all das ist ja nur Nebenschauplatz, Wichtigeres hat sich zugetragen, lebenserhaltend Wichtiges, in Form des alljährlichen Bootstrainings der Ranger-Elite im schönsten Nationalpark zwischen Wien und Bratislava.

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ja warum nicht?

Wir, also die verantwortungsvolle Schar der BesucherbetreuerInnen, was ja der Ranger und die –in schlechthin ist, müssen nach der Winterpause selbstredend auf Herz und Nieren geprüft werden was das Nautische betrifft, ham mir doch dann, wann´s losgeht, das Leben von unschuldigen Menschen am Strome in unserer Hand, und da ist nichts als eine Handvoll in Gummi gehüllte Luft (könnt man auch Schlauchboot sagen, was aber gar nicht heroisch klingt)zwischen dir und den Naturgewalten.

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So mancher sorgenvolle Blick verrät den Ernst der Lage, quasi Mensch gegen Naturgewalt, aber ein kurzes gegenseitiges Schulterklopfen und wir sind bereit, weil wie gesagt, wenn du Elite bist, hast du Nerven aus Stahlseilen. Ich mein, ihr kennt´s doch so Hollywoodactionheroes, wir sind besser,

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fast alle.

Hinein in die tosenden Fluten, präzise das Kehrwasser unter der Buhne gekreuzt und wieder raus und wieder rein, Kommando „Rechts aus“, „Links voll“ (wobei, es gehört schon einiges an Übung, lechts und rinks nicht zu verwechseln), und der Nächste, millimetergenau an der Buhne vorbei.
Bitte unterschätzt das nicht, weil ein bisserl ein falscher Winkel und ihr habt´s alle einen nassen Pobsch, was ein Ranger so gut wie nie absichtlich verursacht ;-)

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Jetzt ist halt aber der Ranger, wie auch manche Rangerin, vom Wesen her doch auch Mensch und bedarf einer Pause nach einer Viertelstunde intensivem Paddeln, also tut er dies, also Pause machen.

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Vorausgesetzt, du bist, und wir sind, kenntnisreich was Fauna und Flora betrifft, speziell was die Flora betrifft und die Wirkung einiger Kräuter, weil wozu hat man all das gelernt mit den Nachtschattengewächsen und den Pilzen …

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Richtig dosiert, also da geht schon was ab, obwohl,

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wenn du da nicht aufpasst, da bist du schnell einmal über einer Grenze, und deine Kollegen haben alle Hände voll zu tun, dich irgendwie wieder heil nach Hause zu bringen, selbst wenn du ÖBF bist, aber wozu hat man Freunde?

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Die Braven schaun nur zu...

Also wie dem auch sei, nach der Pause war´s eigentlich ziemlich locker, auch viel bunter und schwimmender. Du hörst nur noch wie durch Watte, und irgendwie haben alle vorbeipflügenden Schubverbände Blumen geladen…

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Selbst der M mit dem siechen Haxerl, der M hat immer irgendwas, und wenn´s sonst nichts ist hat er die G, selbst jener M hat ziemlich heroisch ein Paddel gehalten unter der strengen Aufsicht von G. (Dies geschrieben habend weiss ich wohl, das Fettnäpchen ist tief.)

Wir, also das Delta-Boot, benannt nach der bald stattfindenden Expedition ins Donaudelta, an welcher ich mit ein paar von uns teilnehmen darf, haben natürlich eine römisch-I gepaddelt.
Ja was, wenn drei Boote gestartet sind und dann eh zwei zurückkommen, das ist doch ein guter Schnitt (Die in Budapest sind da sehr kooperativ).

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Butterweich runter nach Stopfenreuth, ein paar Piruetten noch in sich darbietenden Kehrwässern, und ab zum Binder zur Nachbesprechung und der pickert-süßen Cremeschnitte nach dem Karpfen serbisch.

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Für die Verwaltung des NP-Donauauen und alle die eine Bootsfahrt im Nationalpark ins Auge fassen:
Natürlich haben wir keine verbotenen Substanzen konsumiert, und selbstredend war das Bootstraining, ich kann da nur für unser Boot reden, korrekt, ja nachgerade vorbildlich, obwohl´s arschkalt war und ein bisserl windig.
Alle zusammen treffen wir uns halt nicht so oft, und wenn, dann ist unter den meißten von uns eine Nähe dass es richtig schön ist.
Wir sind bereit, auch in dieser Saison, gewissenhaft zu agieren, seid´s da ohne Sorge.

Nachtrag für Eingeweihte:
Ich war zwischenzeitlich das letzte Boot, etwa fünfhundert Meter voraus das erste. Von uns aus gesehen war dieses Boot auf Kollisionskurs mit einem Schubverband, durchs Teleobjektiv gesehen eigentlich verloren, allerdings nur optisch. Bitte auf dem Boot war der Grimm, und der ist höchste Instanz, der tut sowas nicht (wir anderen auch nicht, weil eigentlich wissen wir schon was wir tun).
Ich selber hab einmal, Leitung bei einer Bootstour, die Andrea, Bootsführerin, angeschnauzt, wie fahrlässig sie an den Twinncity herangefahren ist, was aus meiner Optik so war, aber eben nicht Realität. Die Optik trügt auf Entfernung. Andrea, es tut mir leid!

Und jetzt wieder für Alle:

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Wenn dich deine Zielkoordinaten durchs Marchfeld führen, dann ist das jetzt grad kulinarisch sehr kompatibel, weil da ham mir Spargelzeit.
(Die Wellen in der, an sich, Ebene rühren von ehemaligen Donauseitenarmen her,

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aber mir ham´s eh auch ziemlich flach.)
Also jetzt der grüne Spargel, zwei Stunden nachdem er noch in der Erde war, kurz planchiert, mit ein paar Scheiberln hauchdünnen Prochutto, das ist Leben.

Sonntag, 1. April 2012

Was es nicht alles gibt

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Wundern darf man sich nicht, was es alles gibt, weil haben wir doch am Mittwoch Dreh gehabt wegen dem Wetter für Ostern.

Also wundern darf man sich dann schon, wenn für fünf Minuten Film ein ganzer Tag gewerkelt wird, und das nur für die Aufnahmen, da ist noch nichts geschnitten. Obwohl die Hauptdarsteller ohne Fehl waren, ja nachgerade hinreißend könnte man schwärmerisch sagen, aber gut Ding braucht eben Weile, ist doch einmal ein Flugzeug im Ton, eine Wolke wo sie nicht hingehört, oder „Bundesforste“ nicht im Text war…

Also wenn ihr einmal das Glück habt beim Film zu sein, so wie wir, also die Christl und ich, wobei ich war ja mehr so der im Hintergrund, achtet´s drauf, dass ihr bei allen Szenen so halbwegs logisch bekleidet seid´s, sprich, wenn´s in der Früh kalt ist und du ein Jackerl anhast, musst du das für die logischen Folgeszenen auch anhaben, selbst wenn zu Mittag die Sonne schon ziemlich heizt.
Achte auch drauf, dass du immer das Selbe in der Hand hast, und… wenn du vorher zum Friseur gehst…, aber das ist eine andere Geschichte.
Kameramann wenn ihr seid´s, Pech, weil der muss überall herumkraxeln wegen dem Winkel, dafür lässt er dich dreimal unter einer Weide durch paddeln bis das im Kasten ist.

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Jetzt warum wundern? Na, wir haben eineinhalb Wochen vorher das Wetter für Ostern gedreht!
Sagenhaft, was es schon gibt. Das wird alles gemacht mit dem Wetter!
Da stehen unterirdisch verborgen riesige Wettermaschinen, wo der Fachkundige jeweils das einprogrammiert was zur Prognose passt.
(Ostersonntag, Wetter auf Servus-TV)

Ich mein, ich unterliege ja der Schweigepflicht, aber andeutungsweise kann ich so nebenher fallen lassen, dass das Wetter…, nein, ich trau mich nicht. Bitte, es sind schon aus nichtigeren Gründen Menschen einfach verschwunden, und wie wenig übrig bleibt nach ein paar Stunden im Säurebad weiß ich wohl.

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Na ja, in erster Linie ging´s ja eigentlich auch um den Nationalpark, also was ist eine Au, Wasserstände, dynamische Landschaft, Lebensräume, Einzugsgebiet der Donau, Renaturierung etc.
Ich mein, dass die Donau zwischen Wien und Hainburg mitunter sieben Meter pegelt, das bleibt nicht ohne Folgen, drum sind mir ja eine wirkliche Au.

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Rohbau einer Biberhöle

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no das kennen wir

Na klar ist der Mensch nicht gut beraten, der sich da sein Häuschen am Wasser baut, was er eh nicht darf, aber tät er es, er wär besser ein Biber, weil der lacht sich eins ins Fäustchen, war er doch schon lange vor uns da und weiß um die Gepflogenheiten.

Ebenfalls vor uns da waren die Kröten (nicht jetzt das Geld, also auch Kröten), und die wandern jetzt (wobei, die Geld-Kröten wandern ja auch).
Bitte, die hupfen jetzt zum Wasser um sich zu paaren und Eier abzulegen.
Dass Männer nicht immer das sind was sie von sich halten setze ich als bekannt voraus, bei Kröten ist das nicht anders.
Der Krötenmann wartet unterwegs auf die Krötenfrau um gleich einmal auf sie draufzuspringen und klammert sich fest, manchmal nicht nur einer, und manchmal ersäuft so ein Krötenknäuel auch infolge Überbesetzung, der Lemming ist da, was Suizid betrifft, ein Lercherlschas.

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Was uns betrifft, wir sind ein zusätzliches Verhängnis, haben wir doch Straßen gebaut, also schön übersichtliche glatte Flächen, wo wir mittels Automobil, oder sonst was, dahin brausen.
Für den Krötenmann ideal, kann er da doch nach einer Holden Ausschau halten weil bessere Sicht als im z.B. Gras.

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na weiß ich eh dass das grauslich ist

Jetzt, mancher Automobilist passt eh auf, hoffe ich doch, aber hormongesteuerte Krötenmänner sind mindestens so beharrlich und anlassig wie Menschenmänner nach einem Dutzend Redbull-Wodka um Drei in der Früh.
Haben wir ein Einsehen, ich mein, weil wir doch auch mal vom Wasser ans Land gekrochen sind.

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Andere Tiere sind da nicht so, die keppeln (zetern) selbstbewusst zurück wenn ihnen was nicht passt.
(Wobei, ich hab keine Ahnung was dieses Ziesel so aufgebracht hat, halt so eine Zieselgeschichte. Vielleicht ist er grad vor die Tür gesetzt worden weil er Halbe-Halbe nicht akzeptieren wollte, oder sie hatte wieder ihre Migräne…)

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Manche Mitbewohner ignorieren dich einfach, und auch das darf sein in einer Erden-WG.

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Was bleibt sind Spuren, ein paar Pixel, paar Gedanken, Wetter für Ostern, das zu Pfingsten nicht mehr von Belang ist, und sehr viel Leben...

Montag, 26. März 2012

Ja was, mir ham Frühling

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Wie so alles zusammenspielt. Da eiert ein eher kleiner Planet um die Sonne, die ja als Stern auch nicht wirklich viel hermacht, also im Vergleich mit ihren Brüdern und Schwestern, neigt seine Achse um ein paar Grade, und schon gehen die wundersamsten Dinge vor sich, namentlich unter der Überschrift Frühling.
Ich mein, für den Australier, quasi Namensvetter, sucht doch mancher Semi-Gebildeter auch in Austria das Känguru, schaut´s natürlich anders aus, weil da herbstelt´s bereits, was uns aber nicht weiter kümmert, ham die doch ihren Sommer grad genossen, mit Haibissen, Ozonlöchern und Buschbrand.

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Es knistert frühlingshaft, und wenn der Mensch still zu sein schafft, also Handy auf lautlos, vernimmt er (die Menschin natürlich auch) so manches Schieben und Wachsen, zwischendurch auch mal das Plopp einer aufspringenden Knospe. Das Gesumse eifriger Flügler mischt sich dazu und die Farbe neigt sich von Graubraun und Asche nach Grün und dezent Bunt.

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Es quillt nur so, was auch an diversen Hormonen nicht spurlos vorüber geht, weil die schütten sich nur so in die Blutbahn und ins Hirn, was beim sogenannten Homo-Sapiens mitunter das völlige Verschwinden von „Sapiens“ mit sich bringt, aber das ist eine andere Geschichte.

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Zivilisationsgemäß versucht ja der Mensch sich ein bisserl von der Natur rauszunehmen und selbige nach seinem Ebenbild zu gestalten und nennt es Kultur. Nix gegen Kultur, barocke Gärten sind eine Augenweide, und z.B.

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in Schönbrunn sind selbst die Wühlmäuse kulturgeprägt, aber wenn du raus gehst, so quasi mehr hinein, dorthin wo man es einfach sich selbst überlässt, da merkst du schon, wir selber sind noch im Stadium des Lehrlings.

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Ich darf da ja gar nicht so auf den Busch klopfen, hab ich doch gestern erst wieder Dienst in einem Barockschloss getan, weil ja, auch das gehört zum Aufgabenbereich eines Rangers in den Gefilden des schönsten Nationalparks.
Nun, wir huschen da nicht im Livree, Kerzenleuchter in der Hand, durch die Flure um der Herrschaft den Tee zu servieren, wir geleiten Gäste durch die Auen-Ausstellung und tun mehr oder weniger g´scheit daherreden.

War gestern so der erste Einsatz in der frischen Saison, und just bei der zweiten Führung war der Karl auf einmal da und wollte einmal selbst geführt werden. Ich mein, Karl sagt euch vielleicht nichts, der ist Urgestein der Schlossführungen und hat das nach jahrelanger Tätigkeit an den Nagel gehängt, vorläufig, allerdings, man soll nie „nie“ sagen.
Ich mein, was kannst du schon einem Karl bieten? Der eigene Stil ist ja ganz anders, und du merkst schon, den juckt es, der will eingreifen. Die begehbare Landkarte, da scheiden sich die Geister, da gibt´s ja Gestaltungsvielfalt, hätt er mir schon die Filzpatscherln ausgeteilt noch ehe ich mein Flusseintiefungsthema angebracht habe (ihr wisst´s schon, Gebirgsfluss, Geschiebe und so), weil das musst du von oben sehen. Zwei Alphatierchen, sozusagen zwei Silberrücken, aber alles ist gut ausgegangen in seinem Schloss.

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Jetzt, weil ihr grad in meinem Schloss seid`s, da haben mir ja auch ein wurliges Draußen (siehe Frühling), zu der auch die Storchendame gehört. Das wär jetzt eine längere Geschichte, weil die Dame ja, entgegen aller Storchenmanier, Afrika seit ein paar Jahren meidet (Gut, Afrika haben wir ja als Kontinentalplatte sowieso unter uns, also ganz drunter, unter der europäischen, und die schiebt sich da in Fingernagelwachsgeschwindigkeit immer weiter nach Norden, was der Dame aber ziemlich wurscht sein dürfte, hat sie doch Ganzjahresexilstatus.), letztes Jahr noch marginale Partnervermittlungsprobleme gehabt hat, heuer aber unter den Ersterwählten zu finden ist, hat sie doch seit Samstag einen Storchengalan an ihrer Seite.
Und (siehe Frühling) da ist neuerdings ein Geschmuse zugange, dass es nur so prickelt.

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Die Dohlen (Vogel des Jahres)(Ich hab in einem früheren Beitrag die Elster als solchen bezeichnet, was natürlich ein Blödsinn war, weil das war damals eh auch eine Dohle. An sich leicht zu unterscheiden, also Fahrlässigkeitsfehler gehudelten Schreibens.)versuchen grad das aussichtslose Unternehmen, im Aussichtsturm ihre Nester zu platzieren. Warum aussichtslos? Na in ein paar Tagen „trampeln“ da ganze Schulklassen über die Stiegen rauf, was in etwa so wär, als versuchten wir in einem der Stadtbahnbögen unser Schlafzimmer einzurichten.
Die sind da bald wieder weg, und mir tut´s leid, dass ich nie einen Dohlensprachkurs belegt habe, weil könnt´ ich ihnen doch sagen, derspart´s euch die Mühe, an der Schule haben wir eh Nistkästen aufgehängt. (Ham mir auch im Schloss, aber nur zwei, zwegen der Burghauptmannschaft, was man verstehen muss, g´hört ihnen doch das Gebäude.)

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Derweil (siehe Frühling) wird allerorts geturtelt was das Zeug hält, wobei, da muss ich mich erst kundig machen, ob bei Ringelnattern der Begriff „Turteln“ überhaupt zulässig ist. Ich fürchte, bei denen heißt das anders.

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Wie dem auch sei, jetzt tun wir uns einmal dem Frühling anheim geben, bleibt uns eh nichts Anderes übrig. Ein bisserl mitknospen, soweit´s halt noch geht, und schau´n, ob da nicht noch was ist.

Mittwoch hab ich wieder Film, Servus, also der Sender heißt so, mit einer trocknenden Träne an der gefurchten Wange. Weil warum? Ich führ nur das Kameraboot, also hinter der Kamera.
Wär´s nicht die Kchrischtl, die vor der Kamera steht, weil die Kchrischtl, mit der kannst du sowieso nicht mithalten, obwohl Kurven hätt ich ja auch, aber halt eher mittig, man könnt sich deprimieren.
Für diese Frau trete ich allerdings gerne einen Schritt zurück,… vorerst.
Wir Leute vom Film haben ja doch eher das Ganze im Sinn.

Samstag, 17. März 2012

Warme Frühlingsgefühle

Was liegt näher als jetzt über das Ersprießen des Frühlings zu schreiben, über die letzten Schneeglöckchen, den beginnenden Bärlauch, die mannigfachen Vogelstimmen …
Leider geht das aber momentan noch nicht, steht doch die Saison vor der Tür, also die Hundertschaften an Besuchern in meinem Nationalpark, und da gilt es, sich penibel vorzubereiten.
Obwohl, mit den aufflammenden Frühlingsgefühlen hat es ja schon was zu tun, weil da brennen ja jetzt grad auch einige Sicherungen durch ;-) (Jessas, jetzt hätt ich beinah das Zwinkern vergessen)

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Weil nehmen wir einmal an, du sitzt bei mir auf einem Schlauchboot, was ja durchaus wünschenswert wäre, und ein Feuer bricht aus, was wiederum nicht so wünschenswert wäre.
Jetzt Schlauchboot, da hast du ja nicht einmal Fluchtwege beschrieben, also ist der Verantwortungsträger gefordert das Leben seiner Schutzbefohlenen, unter Hintanstellung seines eigenen Wohlergehens, wie Helden eben so sind, möglichst zu erhalten.
Zu diesem Behufe muss der Mensch aber erst einmal wissen, wie er das bewerkstelligen kann, weil ausblasen kannst du so eine Feuersbrunst nicht, da g´hört schon ordentliches Profigerät her, nämlich ein Feuerlöscher.

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Wir Semi-Profi-Feuerlöscher wissen natürlich, dank dem Herrn Horak, was eh der Fredl ist, wo da oben und unten ist, und wie man Schläuche der Kategorie 1 in die Hand nimmt und dass ein Schlauch so richtig hergenommen nicht schlaff herunterhängen darf, weil immer schön vorne am Schaft… (und da gibt´s jetzt gar nichts zu lachen). Dem M. seiner war eben ziemlich schlapp und es hat nur getröpfelt, das bringt gar nichts weil der war schon leer (hört´s mir jetzt auf mit dem Gekicher, sowas ist ein Ernst). Außerdem, meiner war ja auch schon, na ja…

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Auf alle Fälle, sollten wir irgendwo zu brennen anfangen, ich weiß, wie wir halbwegs unbeschadet wieder rauskommen.
Die CO2-Löscher, geiles Ding sag ich euch, nehm ich allerdings nur in Konfrontation mit renidenten Personen, weil da kann man zur Not auch Schockgefrieren.
Den Pulverlöscher bitte dann nur in geschlossenen Räumen damit man vom Unglück nichts mehr sieht, weil der Pulverlöscher killt das Feuer, aber auch gleich alles andere auch, zumindest wenn es eine elektrische Leitung ist.

Na ja, ich mein, es war halt mit der Schulung so eine halbe Sache, also Minimalprogramm, weil mit den roten Autos mit Blaulicht zum Beispiel haben die uns nicht fahren lassen, ja nicht einmal eine Scheune haben wir anzünden dürfen zum Löschen. Dabei bitte, das Brandstiften will ja auch gelernt sein, sonst gibt´s ja kaum was zum Löschen.

feuer

Da kommt mir wieder meine Jugend in den Sinn, nein, Brandstifter war ich so gut wie nie, aber wie ich eingerückt war, also Militär, bei der Luftschutztruppenschule, wo du Denkmäler schützt, Atompilze bekämpfst und auch chemische Katastrophen, sowie Feuer. Fahrer war ich da, und auch mit Blaulicht!
Und, obwohl 1. Kompanie, 1. Zug, eher Schwerpunkt Kulturgüterschutz, namentlich Unmengen von Steinen ins Ephesos-Museum transportieren (ein paar der Bruchstellen stammen nicht aus der Antike, und weisen noch heut Spuren meiner Spucke und Staub vom Kunsthistorischen Museum auf), bedurfte es schon des des Hinlangens, 1976 war das, mein Heldentum, als es bei Bunzel & Biach großgebrannt hat.

bunzl1
Ich hab leider kein dramatischeres Bild (von Votava) gefunden, noch dazu ist das von 57, aber Bunzl & Biach, fast so wie 76. Die hatten damals, 76, alle Hände voll zu tun, Schläuche aufzutreiben, dass keiner fotographiert hat.

Papierlager, Klopapier, Cosy, eine Flammenhölle. Ich weiß nicht, was sich die echte Feuerwehr dabei gedacht hat, aber wir wurden auch angefordert, weil wir haben doch auch ein paar echte Feuerwehrautos gehabt, so mit Leiter und Schlauch (Klasse 2, also nur von zwei Mann zum derhalten), und ich grad Bereitschaft.
Ich mein, wir haben ja sogar Fallschirmabsprung geübt um rasch zur Stelle zu sein (leider nur vom Gerüst aus), Autofahren im Gelände bei Nacht und so, also waren wir ziemlich zügig vor Ort (leider nur eine rote Ampel legal passiert).
Das ist ja so, an sich steckt der Schlüssel ja schon im Zündschloss, Equipment einsatzbereit vorhanden, also hupfen Alle ins Fahrzeug, die Mannschaft schreit „Fertig“ und du drückst auf die Tube was das Zeug hält. Die paar Radfahrer unterwegs sind Kollateralschaden, das geht nicht anders.
Vorgartenstraße nach Floridsdorf in Rekordzeit (da war noch die Reichsbrücke), es gilt Klopapier zu retten.
Ich quietsch mich dort ein, jede Menge „richtige“ Feuerwehr schon da und am Werken, wir werden eingewiesen und… … … nichts.
Wir haben die Schlüssel für die Schlauchkästen in der Kaserne vergessen.
Ja was, wißt´s ihr wie peinlich das ist wenn man sich Schläuche ausborgen muss.
Auf unsere Kosten, und da nehme ich mich nicht aus, gehen tausende Rollen Cosy-Klopapier.

220px-Operation_Upshot-Knothole_-_Badger_001

Fragt´s mich nach Atompilz, Kapuze aufsetzen, nicht hinschauen, weiß ich. Chemische oder biologische Kampfstoffe, Patscherln anziehen, Gasmaske auf, und nachher duschen, weiß ich. Bombenentschärfung, ein Absperrband rundherum spannen, die Leut wegscheuchen und auf jemand warten der weiß, ob jetzt der rote oder der schwarze Draht durchgezwickt gehört, bei Kulturgütern im Ernstfall alles einpacken, weiß ich.
Aber das mit den Schlüsseln haben wir nicht gelernt!

Aber das Alles ist lange her, so dass ein Stirnrunzeln, ob denn so ein fahrlässiger Mensch überhaupt in der Lage ist, Schutzbefohlene, zu Wasser oder zu Land, heil durch eine Exkursion zu bringen, nicht mehr angebracht ist.
Feuer (dank Fredl), Fluchtweg und Ersthilfe sind mir inzwischen vertraut, und wenn ihr fünf Ringe unter Wasser seid, ich tauch euch rauf.
Bootfahrtraining kommt noch, aber da bin ich zuversichtlich, war ich doch in der letzten Saison im unteren Drittel der Verluststatistik.
Wird Zeit, dass es wieder losgeht.



loeschen-1

Jössas, jetzt ham mir uns verplaudert. Ich muss ja noch ein bisserl was im Brotberuf machen.
Geht´s halt derweil den kleinen Bärlauch pflücken, ist ja die Herbstzeitlose und das Maiglöckchen noch nicht soweit.

Sonntag, 11. März 2012

Von Menschen und so

maerz-1

Menschen kann man begegnen, manchmal nur so vorbeistreifen und manchmal berühren, was aber halt nicht so recht oft geschieht.
Manchmal hat man einfach eine Nähe, wie jüngst, vor dem großen Ereignis, wovon später berichtet wird. Ich mein, wenn du einmal ein bisserl ein Alter erreicht hast und in einer Branche dein Tagwerk tust wo ein Miteinander-Arbeiten eigentlich Voraussetzung ist, kommst du im Lauf der Zeit vielen Menschen nahe, halt inhaltsbezogen (mit manchen geht´s gar nicht, aber die sind eh gleich wieder draußen).

maerz-51

Ihr Name tut nichts zur Sache, eine Malerin halt, und wir treffen so alle paar Jahre einmal aufeinander, und jedes Mal ist es als wären wir gestern erst zusammen gesessen.
Ein einander verstehen. Du willst nur was abholen weil du eh grad in der Stadt bist und schwups sind Stunden dahin.
Gut, dass es solche Menschen gibt.

maerz-21

(Wobei, dieser Tag war sowieso skuril, hatte ich doch den Auftrag, alle verdächtigen Personen welche sich im Schulhaus (nachher war ja ein Schulnachmittag) umtun, des Hauses zu verweisen oder anzuhalten bis die Polizei kommt, weil wir haben Pädophilenalarm.
Gewiss, wir sind Oberstufe, also nicht gerade Zielgruppe für Pädophile, aber wenn´s um meine Schule geht, da kenn ich nix, zumal, manchmal tummeln sich ja tatsächlich jüngere Semester im Haus herum, eingemietet.

cobra

Also man kann mir viel nachsagen, aber nicht, dass ich nicht plichtbewußt wäre, so hab ich halt alle verdächtigen Personen geschnappt und ins Musikkammerl gesperrt. Bitte aber das sind immer mehr geworden, Musikkammerl schon voll, also auch noch das Aufenthaltszimmerl befüllt mit renidenten Verdächtigen und flugs die Cobra alarmiert (da mach ich keine halben Sachen weil die Cobra (Eliteeingreiftruppe) hat wenigstens Elektroschocker, die anderen müssen schießen), und drei Minuten später war´n sie da, schusssichere Westen, Vollvisierhelm, halt Rambo, was auch nötig war, ham doch meine Delinquenten sich sehr ungehalten gezeigt.
Da sind die Funken nur so geflogen, zisch, und schon war wieder so eine hysterische Verdächtige ruhig gestellt. So einen Elektroschocker muss ich auch haben.
Ja gut, nachher war´s ein bisserl peinlich, also wie sich dann herausgestellt hat, dass das allesamt nur Eltern waren die ihre Sprösslinge vom Kinderturnen abholen wollten, aber der Cobra 47 hätt mir dann den Taser nicht an die Stirn tun müssen, echt.)

maerz-31

Dann der Tag.
Also erst einmal der Wecker um halb Fünf, weil du musst den Frühschicht im Staatsdienst machen, sonst geht sich das nicht aus mit der Lesung am Abend, und wenn du die wieder versäumst, na frage nicht, neuerdings ist ja Mord auch schon Thema gewesen.
Also der Josefstadt und dem Schulwesen brav die morgendliche Referenz erwiesen, um ehestmöglich der Kultur zu frönen.
Also spazierst du nach getaner Arbeit (wobei Arbeit und öffentlicher Dienst…, na ja, mir nennen es so) hinunter zur Stätte des Wirkens dreier Grazien, mitten ins Karmelterviertel (erklär ich jetzt nicht was das ist, googelts halt).
Nun muss ich anfügen, die Grazien sind an sich erst einmal virtuell in mein Leben getreten, obwohl, wie man weiß, hinter jedem Blog steht ja ein Mensch (von den dreien wusste ich das schon aus freudiger Erfahrung ehedem), und also sind die anderen Gäste meist auch bislang nur virtuell gewesen.

maerz-61
Drei Grazien, bitte vor den Vorhang!

Also wenn Bloggerfreunde etwas lesen und andere Bloggerfreunde zuhören, da kommt auf einmal Realität mit ins Spiel, was einigermaßen seltsam ist. Bitte die reden in echt.
Also erst einmal die Lesung, muss ich sagen ein Flop, weil Lesung ist was anderes.
Wir hatten es mit einer Theaterinszenierung zu tun, incl. Kostümierung und Rollenspiel, aber das sowas vom Feinsten, dass der Auftritt eigentlich auf eine richtige Bühne gehört hätte.
Inhalt war Eingeweihten ja bereits bekannt, also diese Maffia-Verwechslungsgeschichte mit viel zu wenig Morden. Na ja…

maerz-41
Ein Küsschen den Damen!

Aber sowas von gut, die Drei hätten das Telefonbuch lesen können, und es wär immer noch gut, womit ich die Darbietung nicht über den Inhalt stellen möchte, weil der ist pipifein.
Annähernd zwei Stunden Kurzweil.

maerz-9

Na ja, no na, das ist dann noch sehr spät geworden, bzw. früh, weil wenn du da so ein Grüppchen Leibhaftiger begegnest, ich mein, da gibt´s eigentlich keine Sperrstund.
Noch dazu, Sahnehäubchen (muss ich so schreiben, weil Schlagobers kennen die Deutschen ja kaum), liebstvoller Besuch aus dem Norden, mitsamt Mr.Ro. Der Fruchtjoghurt, die Viennakatze, da hast du ja bislang nie ein reales Begegnen gehabt, und die, die du schon a la nature kennst …, aber da hör ich schon auf mit dem Schwelgen, weil es war einfach schön, halt Begegnung.

maerz-81

Jetzt sitzen die fast alle wieder beisammen, aber das muss ich schwänzen, weil der Mensch hat auch konservativ Familie, und in solcher sehr viele Schwestern, deren eine grad mal eben einen runden Geburtstag …, als ob Fünfzig ein Alter wär mit dem man reüssieren könnt.
Ich mein, ja, zweitkleinste Schwester hat´s halt auch geschafft.
Der Familie wieder einmal angesichtig geworden, wobei, die Hanni ist ja eh ganz…, und ihre Freunde auch.
Allerdings, muss eine Feier grad Brunchen sein, weil früh aufstehen ist dieser Tage grad nicht so mein Ding (dabei, bitte, es gab mal eine Zeit, da hab ich meine Bilder um drei Uhr in der Früh gemalt, quasi „Stunde des Wolfes“, was aber auch schon eine Weile her ist).

maerz-71

Na bitte, und schon hat die Realität einen wieder. Einundzwanzig Uhr, Telephon, Radierung wird gewünscht.

Mittwoch, 7. März 2012

Von Russen und Krähen

russen

Jetzt hat man ja über den Russen an sich so seine Vorstellungen, also schwermütig, wodkatriefend, Oligarchen mit Geld wie Heu und präpotentem Auftreten, Leute verschwinden lassen, sehr gute Musik, noch bessere Literatur, abgrundtiefe Armut und sehr viel Land, Sprache wie ein Axtschlag in einem Birkenbäumchen, krschtsch …, was natürlich Vorurteil ist, aber das hast du nun einmal.

Gut, dass die meinen Vater eine Hand, ein Ohr und ein Bein durchlöchert haben, das hat er sich selber zuzuschreiben, weil das tut man nicht, dass man da mit einem fragwürdigen Titel Leute in einem fremden Land erschießt, aber das ist eine andere Geschichte…

Der Russe, den ich meine, ist Künstler, bildender Künstler, und halt zufällig Russe, aber eben doch.
Vor Jahren, „Towarischtsch, Josef, mir machen noch viel miteinander, lass uns Freunde sein“, daneben ein gutbetuchter Herr, merklich das Sagen habend, aber eher still, mit conettofigürlichen Begleitern.
Wir haben gemacht, also radierwerkstattmäßig, und weg war er, in den unendlichen Weiten Sibiriens verschwunden, Rechnung noch offen…

Jetzt ist er wieder da, „Towarischtsch, Josef…“, und ich bin skeptisch. Ein gemeinsames Atelier in Italien, Projekte, Zukunft…, groß.
Man hat so seine Vorurteile.

(Wobei, wenn nur ein Teil der Imaginationen diverser heimischer Träumer wahr geworden wäre, ich hätt eine Werkstatt im letzten Klimt-Atelier, hätt nebstbei einen Vertrieb in den Vereinigten Staaten, einen Shop in Dubai, etc.)
(Ehrlich gesagt, ich strebe diesbezüglich nicht.)

Radierwerkstatt ist gut, weil angelegentlich hast du es mit Menschen zu tun die einfach etwas aus sich selbst hervorbringen wollen und dafür, weil das Medium Radierung grad passt, dich mit einbeziehen, so einfach ist das.
Einmal schlägt es Wellen auf dem Kunstmarkt, und einmal ist es nur für die Schublade, aber von Bedeutung ist Anderes.

Makart_Atelier_Wien_um_1875
Bitteschön, das ist das Atelier vom Makart gewesen, da war ich nicht.

Was hätten wir dazu noch? Also Atelierbesuche hätten wir einige, mit der Erkenntnis, freundet´s euch eher mit Bildhauern an, die sind meist ebenerdig, Maler sind meist oben, was Treppensteigen includiert.


Derweil, von all dem unbelastet, bricht sowas wie Vorfrühling herein übers Land, trotz einiger Unkenrufe noch vor wenigen Wochen, dass die Eiszeit ausgebrochen wäre.
Die Saatkrähen sind großteils bereits gen Russland (da haben mir´s schon wieder) abgereist.
Raben- und Nebelkrähen bleiben ja sowieso.

hitchcock

Jetzt, ich bin ja seit einiger Zeit als ornithologischer Verhaltensforscher unterwegs, quasi Konrad Lorenz im Taschenformat, und habe ein Verhältnis (ja, so alt kannst du gar nicht sein, dass es dich nicht doch noch erwischt), obwohl, ich kann nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob Krähenmann oder –frau, weil da müßt´ man die Schnabelgröße vergleichen, aber wie tut man das?

Nebelkraehe

Jedenfalls, hab ich eh schon derzählt, irgendwann hab ich, weil du gehst da so und die Krähen „bääh, bääh“, also du auch „bääh, bääh“, und, keine Ahnung, was ich da gesagt habe, hupfen die her anstatt wegzufliegen. Die wieder „bääh, bääh“, ich „Bääh, Bääh“, was aber, bis auf einen Vogel, denen doch zu langweilig war.
Jene/r Eine/r allerdings hat die Unterhaltung fortgesetzt, und ich vermute das war der Krähen-Konrad Lorenz, oder halt die Konradine Lorenz.
Ich geh die Tür ins Haus, runter in mein Souterrainkarpäuschen, was die Radierwerkstatt ist, mach das Fenster auf,… und da sitzt sie „bääh, bääh“, als hätten wir den philosophischen Disput noch nicht zu Ende gebracht.

Bitte, du verschwindest in einem Gebäude, schaust nach zehn Minuten aus einem Fenster irgendwo, und wirst erkannt. Kann Zufall sein, trotzdem bääbäähe ich zurück.
Nächster Tag nichts. Die sind grad irgendwo, genauso wie am übernächsten Tag.
Dann, ich turne grad in jugendlichem Elan wieder einmal die Stufen zum Haus empor „bääh, bääh“, sie ist es, sitzt da, keine zwei Meter entfernt und schaut mich an, bäähbäähend, was ich natürlich erfreut erwidere.

Heut, nach mehrmaliger Wiederholung des Procederes, hab ich ihr ein paar Häppchen zukommen lassen, aber Futterbetteln war das nie. Ich glaube, sie forscht, zumindest aber ist sie neugierig, andere Lebensformen zu ergründen (bzw., was weiss denn ich, was ich da auf krähisch gesagt habe, am Ende gar ein Antrag…).

Der Mensch, Krone der Schöpfung, und all die Erde sei ihm Untertan…, geh bitte.

Radierwerkstatt

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